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Beim Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte plane und organisiere ich den Podcast und moderiere auch einige Folgen selbst:

Revolution und Exil: Die 1848er in Deutschland und Amerika Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte. Der Podcast.

Eine war eine Matinee der besonderen Art: engagiert, literarisch, musikalisch, lehrreich, unterhaltsam. Wir hatten die Bestsellerautoren Tanja Kinkel und Jörg Bongzu Gast. Beide haben in ihren jüngsten Werken und Projekten die Revolution von 1848 und die vielen spannenden Geschichten, die sie erzählt, für sich entdeckt. Warum werden gründlich recherchierte historische Romane und (digitale)publizistische Projekte als Bausteine einer demokratischen Erinnerungskultur immer wichtiger? Darüber kamen wir ins Gespräch, und natürlich auch über »1848« selbst.Denn auch wenn sie scheiterten: Die Revolution von 1848/​49und die Nationalversammlung und Verfassung der Paulskirche waren der wichtigste Schritt hin zur Einheit in Freiheit für Deutschland im 19. Jahrhundert. Viele ihrer internationalen Bezüge sind heute aber wenig bekannt: etwa, dass vieleder demokratisch Engagierten nach dem Scheitern der Revolution Deutschland verließen. Skandinavien, die Schweiz und Frankreich waren naheliegende Ziele, das wichtigste aber waren die USA, wo viele der »48ers« eine zweite Karriere inPolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft machten.Demokratiegeschichte ist also sehr oft auch Migrationsgeschichte, und umgekehrt. Musik:Für musikalische Begleitung unserer revolutionär-literarischen Matinee sorgten Michael Zacchcial, Sänger der »Grenzgänger«, und der Akkordeon-Virtuose Felix Kroll. Gemeinsam gaben sie beeindruckende Revolutions- und Emigrantenlieder ausdem 19. Jahrhundert zum Besten – abgerundet durch eine ganz besondere Interpretation der Ode an die Freude.Unsere Gäste:Tanja Kinkel ist eine der erfolgreichsten Autorin historischer Romane in Deutschland. In ihrem jüngsten Buch »Im Wind der Freiheit« erweckt sie historische Figuren von 1848 wie Louise Otto, Amalie Struve oder Robert Blum zu literarischem Leben. Aus weiblicher Perspektive erzählt, liegt auch hier ein selten gewagter Blick auf die Revolution an, nämlich der der Frauen.Dr. Jörg Bong ist Publizist, Verleger, Herausgeber und Vielen vielleicht eher als »Jean-Luc Bannalec« und Autor der Bretagne-Krimis mit Kommissar Georges Dupin bekannt. Als Sachbuchautor machte er seinen echten Namen etwa mit dem Spiegel-Bestseller »Die Flamme der Freiheit. Die deutsche Revolution 1848/​1849« bekannt. Anfang 2025 ging sein online-Projekt demokratisches-deutschland.de als »Archiv der deutschen Demokratinnen und Demokraten« ans Netz.Moderation:Dr. Kai-Michael Sprenger ist Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, mit der wir die Veranstaltung gemeinsam organisiert haben.Foto: Jana Groß, instagram.com/tschanina22/
  1. Revolution und Exil: Die 1848er in Deutschland und Amerika
  2. "Fremde (und) Heimat" – Eine Annäherung mit Susanne Scharnowski, Ségolène Plyer und Patrice Poutrus
  3. Michel Friedman fragt Bodo Ramelow: Wie findet man Heimat?
  4. Von Vietnam in die DDR – und ins wiedervereinigte Deutschland. Huong Trute im Gespräch
  5. Wir schafften das! Dr. Gundula Bavendamm im Gespräch über die Vertriebenen in Ost und West